Nach Ende der Pflichtspielsaison stehen traditionell ein paar Spaßturniere für unsere Handballer an. So lud der SV Kahla 1999 am 11. Mai zu seinem 20. Vereinsjubiläum ein, zu welchem die Erwachsenen-Mannschaften des TSV's natürlich nicht fehlen durften. Auf der Agenda des Tages standen ein Frauen- und ein Männerturnier, eine Wurf-Speed-Challenge und als Highlight… jeder durfte einmal auf das Tor von Weltmeister Henning Fritz werfen.

 

Unsere Damen bekamen es in ihrem Turnier mit der SG Schott Jena/Kahla, der HSG Oppurg/Krölpa und der Post aus Gera zutun. Auch wenn sie nur mit 7 Spielerinnen, welche zum Großteil A-Jugendliche waren, angereist sind spielten sie groß auf. Egal ob gegen Gera (13:2), Oppurg (10:5) oder Kahla (16:6). Die Mädls bewiesen starken Zusammenhalt, nutzten Fehler der Gegner konsequent aus und erkonterten sich Tor für Tor. Auch die Kondition hielt in der kleinen Truppe bis zum Schluss und somit war der Turniersieg nie in Gefahr.

Bei den Männern sah es etwas anders aus. Mit einer gut formierten Mannschaft machte man gegen ein junges Geraer Team zu Beginn ein gutes Spiel und konnte mit dem 10:10 Endstand zufrieden sein. Danach leistete man sich im Spiel gegen den Underdog Teichwolframsdorf zu viele Fehler und drückte den Ball nicht oft genug über die Linie. So endete auch das zweite Spiel mit 10:10. In der letzten Partie wollte man nun nochmal zeigen, dass man auch mehr als zehn Tore werfen kann. Doch kurz vor Abpfiff steht es, wie auch sonst, 10:10 als Kahla nochmal einen umstrittenen Siebenmeter zugesprochen bekam. Der Schütze verwandelt und Kahla gewinnt, und gewinnt auch das Turnier, die TSV Männer holen Bronze.

 TSV Männer gegen Henning Fritz

Nach dem Wettbewerb um den härtesten Wurf, welchen Alexandra Schmitz und Simon Triebe gewannen, stellte sich nun  der Weltmeistertorwart, von 2007, in den Kasten und aus jeder Mannschaft durften sechs Spieler werfen. Bei dem rodschen Herren konnten Edward Mehler, Mirko Thiele, Jacob Wächter und Morice Oels beweisen, dass auch Amateurhandballer werfen können und vernaschten Henning Fritz eiskalt. Bei den Damen bezwang einzig und allein Kreisläuferin Kim Prskal die Prominez.

Es war ein sehr schönes Turnier mit vielen Highlights und der TSV Stadtroda bedankt sich für die Einladung!

 

Text: Paul Köhler

Aus der Schlechtesten Lage das „Beste“ gemacht

Na klar!  Man reist mit nur sechs gelernten Feldspielern nach Behringen und muss mit drei Toren gewinnen, da verletzt sich auch noch der beste Werfer nach sieben Minuten.

Nach der knappen Niederlage, gegen die JSG Hainich/Nessetal, vom letzten Samstag musste die Handball A-Jugend von Hermsdorf/Stadtroda, beim Rückspiel in Behringen mit drei Toren Vorsprung gewinnen um sich noch eine kleine Chance auf den dritten Platz der Thüringenmeisterschaft zu waren. Mit einem stark dezimierten Team erwärmte sich nun also die Holzländer Handball Jugend und wusste, dass dieses Spiel wahrlich kein Zuckerschlecken werden würde.

Die Gastgeber nahmen das spielgeschehen direkt in die eigene Hand und konterten Fehler des Gegners eiskalt aus. Diese Fehler häuften sich im Spielverlauf auch deutlich da die Gäste große Schwächen in der Ballkontrolle darlegten, da man einfach nicht mit dem Harzverbot in der Halle klar kam. So setzte sich Hainich/Nessetal Stück für Stück ab bis zu einem Halbzeitstand von  14:06.

In der Kabine nun gab es nur noch die Parole, sich nicht „abschlachten“ zu lassen. Denn an diesem 12.Mai stand nicht die, in den letzten Jahren so erfolgreiche Holzländer Mannschaft auf der Platte, die wir kennen.

Nach der Pause lief das Team aus dem Nessetal direkt sieben schmerzhafte Konter, womit nun das Schicksal besiegelt war. Man hatte das Gefühl die Gastgeber würden sich nun etwas zurücklehnen  und Hermsdorf/Stadtroda kam somit zu einigen Torerfolgen oder, wie sollte es an diesem Tag auch anders sein, zu gut herausgespielten Fehlwürfen.

Am Ende brachen die Gäste nun nach einem Kräftezehrenden Spiel ein und mussten sich mit 37:20 deutlich und auch verdient geschlagen geben. Damit wird „DER Mannschaft“ wie sie sich gerne nennen, in ihrer letzten Saison nur viertbeste Handballmannschaft von Thüringen.

P. Hempel, A. Wenke, M. Wunderlich 3, K. Steppeler 10, F. Reis 1, P. Köhler 2, L. Hädrich 4, T. Gerber,  S. Domagala

Text:  Paul Köhler

Große Gewinne, großer Kampfgeist, große Enttäuschung!

Am Samstagmorgen startete der letzte stadtrodaer Heimspieltag mit dem THV-Pokalturnier der weiblichen Jugend A. Die Mannschaft von Trainer Rene Bauer empfing die Gäste von der JSG Altenburger Land und Glückauf Bleicherode. In der ersten Partie mussten sich die Rodschen Mädels gegen eine starke Spielgemeinschaft mit 13:26 klar geschlagen geben. Die Mannschaft spielte einfach zu ungefährlich im Angriff und konnte Hinten auf keine echte Torwärterin zurückgreifen.

Im zweiten Spiel traf Bleicherode dann auf die, nun top motivierten, Altenburger und kämpften was das Zeug hält.  Keiner konnte sich in den 50 Minuten Spielzeit entscheidend absetzten. Am Ende konnte jeder kleinste Fehler das Spiel entscheiden. In diesem Fall lag das Glück bei den Nordthüringerinnen die mit 20:19 den Sieg davontragen konnten.

Die Entscheidung über den Turniersieg musste nun also im letzten Spiel zwischen  Stadtroda und Bleicherode fallen. Die TSV Mädels kamen gleich überraschend gut ins Spiel hinein und konnten sich eine 4:0 Führung erspielen, welche sie allerdings auch genauso schnell wieder hergeben mussten. Es entwickelte sich nun ein ähnlicher Krimi wie in der vorherigen Partie. Keiner konnte das Spielgeschehen an sich reißen und über einen langen Zeitraum, der sich bis zum Spielende hinzog, kamen die Rodschen einfach nicht näher als zwei Tore heran. So ging das Spiel spannend und kurzweilig mit 21:23 für Bleichrode zu ende, welche sich somit auch den Turniersieg sicherten.

Alle Mannschaften haben sich im Turnierverlauf gut präsentiert und es wurde zu einem extrem spannenden Pokalturnier. Für die TSV Mädels ist beim nächsten Mal bestimmt auch wieder mehr drin, gerade wenn die Torwartfrage geklärt ist. In diesem Sinne aber auch nochmal den Höchsten Respekt an Carlotta Bätz, Luise Herold und Leah Herold die sich bereiterklärten sich in die Kiste zu stellen und dort einen super Job ablieferten!

Während die Damen noch über das Parkett schwebten, machten sich in den Kabinen der Halle schon die Jungs der Spielvereinigungen Hermsdorf/Stadtroda und Hainich/Nessetal für ihr anschließendes Spiel bereit. Es sollte erneut darum gehen, Punkte im Titelkampf zur Thüringenmeisterschaft, zu sammeln. Es wurde ein enges und umkämpftes Spiel erwartet zwischen zwei Teams die sich bis dato noch nie begegneten.  

Das Spiel war geprägt von erfolgreichem Positionsangriff und schnellen, häufigen Führungswechsel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff lag die Heimmannschaft mit einem Tor hinten doch durch einen Traumpass von Torwart Paul Hempel auf Fritz Reis, welcher den Ball auf kuriosem Wege in das Tor beförderte, konnte man noch vor der Pause den wichtigen Ausgleichstreffer erzielen. Diese beiden Akteure sollten mit Wichtigen Paraden und 11 erzielten Toren noch eine wichtige Rolle im Laufe des Spiels spielen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte waren nun wieder die Gäste dran mit der Führung und blieben bis ca.  10 Minuten vor Schluss konstant mit zwei Zählern vorne. Der Wille zu Siegen und das Wissen dass man es auch kann, war bei den Gastgebern aber weiter ungebrochen und so kam man in einen kleinen Lauf und machte aus einem 18:20 ein 25:22. Der Sieg war nun zum Greifen nah! Noch 7 Minuten Vorsprung verwalten, doch dann kam Unsicherheit auf. Viele technische Fehler & und harte zwei Minutenstrafen schlichen sich in das Spiel der Holzländer und die Nessetaler konnten das Spiel erneut drehen. Als eine Halbe Minute vor Schluss das 27:29 fiel war es klar, trotz eines starken Spiels belohnt man sich nicht. Ein Unentschieden schieden wäre fair gewesen, so muss man als Verlierer nächsten Samstag nach Goldbach zum Rückspiel fahren. Dort geht es wieder bei 0:0 los und man kann nur gespannt sein wer dort das glückliche Händchen haben wird.

SVH/TSV: P. Hempel, A. Wenke, S. Domagala, M. Wunderlich 2,          L. Hädrich, N. Krüger, P. Leser, T. Gerber 1, M. Kunath 6, K. Steppeler 5, F. Reis 11, P. Köhler 2

Text: Paul Köhler

 

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 Tabelle & Protokolle

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Tabelle & Protokoll 

Nichts für schwache Nerven!

 

Am Sonnabend stand das letzte Punktspiel der Saison an. Der TSV musste nach Auma in die wohl unbeliebteste Halle.

Es stand viel auf dem Spiel, denn schließlich ging es um Platz 3. Auma erwischte den besseren Start und hatte einen treffsicheren Spieler auf seiner Seite, der Stadtroda große Probleme bereitete. Es stand gleich 2:0 für Auma und Stadtroda schien noch gar nicht richtig wach zu sein . Auma zog seine Kreise und Stadtroda schaute zu. Es fehlte der Biss und die Einstellung. Nach 15 Minuten stand es 11:5 und es kam noch schlimmer. Bei Stadtroda klappte es im Angriff nicht wirklich, Auma traf aus jeder Position und nutzte die Erfahrung in ihrer kleinen Halle. Beim 17:8 in der 25. Minute sah es nach einem Debakel für Stadtroda aus. Aber Stadtroda fing an zu kämpfen und das Selbstbewusstsein kam zurück. Bis zur Pause verkürzte der TSV auf 19:13. Mit Beginn der 2. Halbzeit war Stadtroda viel mehr motiviert und durch die Umstellung der Deckung bekam Auma mehr und mehr Probleme beim Torabschluss. Trotzdem blieb Auma mit 5 oder 6 Toren in Führung. Beim 23:19 war Stadtroda wieder in Reichweite und begann noch mehr zu kämpfen und konnte beim 24:24 das erste Mal ausgleichen. Auma merkte man die Anspannung an. Stadtroda wollte in dieser Phase zu viel und war zu ungeduldig beim Torabschluss. Auma konnte sich wieder absetzen und mit 27:24 enteilen. Aber Stadtroda blieb bissig und versuchte alles und der Erfolg kam zurück. Die Zuschauer bekamen eine dramatische Schlussphase geboten. Stadtroda verkürzte auf 28:27 danach konnte Auma noch 2 Mal auf 2 Tore erhöhen. Doch der TSV schaffte 1 Minute vor dem Ende das 30:30. Auma war im Angriff und versuchte den Siegtreffer zu erzielen. Daraus wurde aber nichts und so bekam Stadtroda die Chance  zum Sieg. Auma deckte Offensiv und der letzte Wurf im Spiel wurde vom Tormann der Aumaer Mannschaft gehalten. Es blieb beim 30:30 und somit belegt Auma den 3. Tabellenplatz und Stadtroda leider Platz 4.

Aber die Moral nach dieser 1. Halbzeit verdient höchsten Respekt. Das hätte keiner gedacht das Stadtroda das Spiel noch so spannend gestalten konnte und es hätte fast zum Sieg gereicht. Eine tolle Mannschaftsleistung aus der man aber Mario Hundertmark mit seinen 15 Toren hervorheben muss.

Das war für den TSV Stadtroda seit vielen Jahren die beste Platzierung in der Verbandsliga und dazu herzlichen Glückwunsch.

Stadtroda spielte mit : M. Hundertmark ( 15 Tore ), P. Köhler ( 1 Tor ), L. Buglyo ( 5 Tore ), E. Mehler ( 3 Tore ), M. Oels ( 3 Tore ), Chr. Hädrich ( 2 Tore ), L. Wächter, J. Wächter ( 1 Tor ), D. Katzenberger , M. Wunderlich ( 1 Tor ), J. Plagemann

Text: T. Hartrodt